NEWS UND FAKTEN

NEWS


Mai 2018
Studie Bertelsmann Stiftung: Eltern wünschen sich hohe KiTa-Qualität und sind bereit dafür mehr zu zahlen

Mehr als die Hälfte der Eltern sind bereit, für eine höhere KiTa-Qualität mehr zu bezahlen. Dies ist ein Ergebnis der im Herbst 2017 von der Bertelsmann Stiftung durchgeführten bundesweiten Elternbefra­gung „ElternZOOM“. Sowohl 59 Prozent der Eltern oberhalb der Armutsrisikogrenze, als auch 53 Prozent der Eltern unterhalb der Armutsrisikogrenze können sich dies vorstellen. Dies zeige deutlich, dass den Eltern die KiTa- Qualität für ihr Kind sehr wichtig ist. Die zusätzlichen Gelder sollten nach Meinung der Eltern insbesondere in zusätzliches Personal investiert werden. 42 Prozent der Eltern wünschen sich zudem eine bessere Bezahlung für Erzieherinnen und Erzieher. Fast ein Drittel der Eltern wünschen sich außerdem eine bessere Ausstat­tung der KiTas sowie flexiblere bzw. längere Öffnungszeiten. In Kooperation mit infratest dimap wurden insgesamt 10.491 Eltern von KiTa-Kindern zu den Themen Teilhabe, Qualität und Finanzierung rund um KiTa befragt. Ein Schwerpunkt der Befragung lag auf der Analyse der Kitabeiträge hinsichtlich Höhe und Reformbedarfe bei deren Bemessung unter Berücksichtigung des anstehenden Qualitätsausbaus (Quelle: Bertelsmann Stiftung, Studie ElternZOOM2018).
Weitere Informationen finden Sie hier.

März 2018
Amtsübergabe im Bundesfamilienministerium
Dr. Franziska Giffey hat am 15. März 2018 das Amt als neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angetreten. Sie folgt auf Dr. Katarina Barley, die dem neuen Kabinett als Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz weiterhin angehören wird.

Januar 2018
Bericht des Familienministeriums zum Elterngeld Plus vom Bundeskabinett beschlossen
Die geschäftsführende Bundesregierung hat heute (10. Januar  2018) in einer Kabinettssitzung den von Bundesfamilienministerin Dr. Barley vorgelegten Bericht zum Elterngeld Plus beschlossen. Danach habe sich die Zahl der Mütter und Väter, die das Elterngeld Plus nutzen, seit Einführung der Familienleistung im Jahre 2015 verdoppelt. Am häufigsten genutzt wurde das Angebot laut Bericht  in Thüringen. Dort hätten sich 38,5 Prozent der Väter und Mütter, die Elterngeld beantragen, für die Plus-Variante entschieden. In Rheinland-Pfalz seien es 36,6 Prozent und in Bremen 34,2 Prozent gewesen. Insgesamt zieht die Familienministerin eine positive Bilanz: Die Leistung unterstütze Eltern dabei, ihre Kinder partnerschaftlich zu betreuen. Das bedeutet für Mütter auch die Möglichkeit des früheren Wiedereinstiegs in den Beruf. Im Bericht heißt es dazu: „ Fast vier von zehn (39 Prozent) Bezieherinnen und Beziehern, die Elterngeld Plus oder Partnerschaftsbonus nutzen, sind während des Bezugs der Leistung wieder erwerbstätig, im Durchschnitt mit 18 Wochenstunden. Dabei arbeiten Eltern mit höherem Schulabschluss (48 Prozent) zu einem deutlich höheren Anteil während der Bezugszeit wieder im Beruf als Eltern mit mittlerem (29 Prozent) oder einfachem Schulabschluss (21 Prozent).“

Den Bericht finden Sie hier.

BMFSJF „Leitfaden Väter und Vereinbarkeit“
Das Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen Leitfaden für väterorientierte Personalpolitik „Väter und Vereinbarkeit“ aus dem Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ herausgegeben (1. Auflage, Dezember 2017). Diese Broschüre enthält zahlreiche Beispiele, wie Personalpolitik väterfreundlich gestaltet werden kann und steht als Download unter "Serviceangebote" zur Verfügung.

BMFSJF „Leitfaden zum Mutterschutz“
Das Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zu den Neuregelungen des Mutterschutzrechtes einen aktuellen  „Leitfaden Mutterschutz“ veröffentlicht (12. Auflage, November 2017), der als Download unter "Serviceangebote" zur Verfügung steht.

Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts

Die Regelungen des Mutterschutzgesetz vom 23. Mai 2017 (BGBl. I S. 1228) treten in überwiegenden Teilen zum 01.01.2018 in Kraft. Ab 30.05.2017 gelten bereits folgende Regelungen: Kündigungsschutz nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche; Verlängerungsmöglichkeit der Schutzfrist nach der Entbindung für Mütter von Kindern mit Behinderung auf 12 Wochen. Das Gesetz im vollen Wortlaut unter "Rechtsgrundlagen".

Juni 2017

Amtsübergabe im Bundesfamilienministerium
Dr. Katarina Barley hat am 2. Juni 2017 das Amt als neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angetreten. Sie folgt auf Manuela Schwesig, die das Bundesfamilienministerium seit Dezember 2013 führte und als neue Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern nominiert ist.

Förderung Wiedereinstieg in das Berufsleben - Termine 2018

Hessen
Förderprojekt  Re-Birth
(Wieder-)Einstieg in den ärztlichen Beruf, fallbasiertes Lernen zur Wiederholung und Reaktivierung medizinischer Grundkenntnisse  an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

CRASH-Woche - 19.02.2017 - 22.02.2018
Die nächsten Samstags-Termine (jeweils 10.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 15.00 Uhr) und weitere Informationen finden Sie unter: www.rebirth.uni-frankfurt.de


FAKTEN



WZB-STUDIE

Arbeitgeber bestimmen Arbeitsteilung in den Familien mit

Betriebe haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob sich Mütter und Väter mit kleinen Kindern die Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Danach hänge die Arbeitsteilung zentral mit angebotenen Arbeitszeitmodellen, deren Nutzungsmöglichkeiten und beruflichen Entwicklungsperspektiven beider Eltern zusammen. Die häufigsten betrieblichen Hindernisse würden in fehlenden Angeboten von flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Sorge vor beruflichen Nachteilen bestehen, die mit Teilzeitarbeit einhergehen. Entscheidend für gute Vereinbarkeitsbedingungen in den Betrieben seien aber auch eine familienfreundliche und an Chancengleichheit orientierte Unternehmenskultur. Für den Umsetzungsgrad sind die Unterstützung der direkten Vorgesetzten und Führungskräfte bzw. deren Vorbildcharakter von Bedeutung, heißt es in der Studie. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und die Ergebnisse als Broschüre „Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe“ veröffentlicht. Die Langfassung steht zum Download auf der Website des WZB zur Verfügung und die Broschüre finden Sie hier.
 

RECHTSPRECHUNG
BGH-Urteile vom 20.10.2016 zum Anspruch auf Kinderbetreuungsplätze
Eltern, die zum geplanten beruflichen Wiedereinstiegstermin keinen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind bekommen und deshalb erst später arbeiten gehen können, haben grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (BGH Urteile vom 20.10.2016 - Akz. III ZR 278/15, 302/15 und 303/15). Seit 2013 haben Kinder ab einen Jahr laut Gesetz Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege (§ 24 Achtes Buch Sozialgesetzbuch - Kinder- und Jugendhilfegesetz). Ob aus dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Kinder auch ein Rechtsanspruch für Eltern und deren Berufstätigkeit folgt, hat der BGH nun bejaht. Das Gericht ist der Auffassung, dass der Gesetzgeber neben der Förderung des Kindeswohls auch die Entlastung der Eltern zu Gunsten der Aufnahme oder Weiterführung einer Erwerbstätigkeit beabsichtigt habe. Es ging ihm - auch - um die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben und, damit verbunden, um die Schaffung von Anreizen für die Erfüllung von Kinderwünschen. (Quelle: Mitteilung der Pressestelle Nr. 185/2016 unter www.bundesgerichtshof.de)


MB-Monitor 2015
Privat- und Familienleben leidet unter zu hoher Arbeitsbelastung
Die berufliche Realität der Krankenhausärzte ist von hohem Zeitdruck und Arbeitsüberlastung geprägt. Deutlich mehr als die Hälfte der Klinikärzte (59 %) fühlt sich durch ihre Tätigkeit „häufig psychisch belastet“. Mehr als zwei Drittel (69 %) beklagen, nicht ausreichend Zeit für die Patientenbehandlung zu haben. Nahezu drei Viertel der Klinikärzte (72 Prozent) haben das Gefühl, dass die Gestaltung der Arbeitszeiten im Krankenhaus die eigene Gesundheit beeinträchtigt, z.B. in Form von Schlafstörungen und häufiger Müdigkeit. Der ökonomische Druck und die daraus resultierende Überforderung prägen nicht nur den Arbeitsalltag, sondern haben auch Auswirkungen auf die Zeit nach Dienstschluss. 77 Prozent aller Befragten (79 % der Männer und 76 % der Frauen) nimmt die Arbeit so stark in Anspruch, dass dadurch das Privatleben bzw. Familienleben leidet.
Diese Ergebnisse hat die diesjährige Mitgliederbefragung des Marburger Bundes zu Tage gefördert. An der vom Institut für Qualitätsmessung und Evaluation (IQME) in Landau durchgeführten Online-Befragung MB-Monitor 2015 beteiligten sich in der Zeit vom 4. September 2015 bis 4. Oktober 2015 bundesweit rund 4.000 angestellte Ärztinnen und Ärzten aus allen Krankenhausträgergruppen.
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Mitgliederumfrage 2014/2015 in den MB-Landesverbänden Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt

Die Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt des Marburger Bundes haben gemeinsam eine Umfrage zur Entwicklung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, valide und belastbare Daten, nicht nur zu Arbeitszeiten, sondern auch zu sozialen Fragen, wie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zu erhalten.
Ergebnisse der Mitgliederumfragen finden Sie hier:
LV Mecklenburg-Vorpommern
Gegenüberstellung LV Mecklenburg-Vorpommern - LV Sachsen-Anhal
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Studie "Arbeitsplatz Krankenhaus"

Familienfreundliche Arbeitswelt in jedem medizinischen Fachbereich umsetzbar

Im Rahmen der Studie "Arbeitsplatz Krankenhaus" wurden Entscheidungsträger von bundesweit 46 Krankenhäusern befragt. Als Kennzeichnen einer familienfreundlichen Arbeitswelt gaben diese insbesondere das Angebot von Kita-Plätzen, geregelte Arbeitszeiten und die Begrenzung von Diensten an. Zusätzliches Personal bei reduzierten Arbeitszeiten, Freizeitausgleich für Überstunden und geregelte Weiterbildung wurden von den Befragten als weitere, aber weniger wichtige Charakteristika genannt. Laut Studie ist die Umsetzbarkeit einer familienfreundlichen Arbeitswelt in jedem Fachbereich möglich. Nur wenige Befragte halten die Umsetzbarkeit solch einer Arbeitswelt für nicht umsetzbar. Allerdings sei eine familienfreundliche Arbeitswelt mit steigenden Kosten beispielsweise für das Einrichten von Kita-Plätzen, den Mehrbedarf an Personal sowie flexible Arbeitszeitmodelle verbunden.

CKM-Studie "Arbeitsplatz Krankenhaus"

                                                                                     













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